Ein Dorfverein aus dem Berner Oberland, der seinen Vereinsauftritt noch nicht hat, kämpft jedes Jahr mit dem gleichen Problem: Die Mitglieder werden per Aushang informiert, die Neumitglieder finden den Verein nur durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Neue Interessierte suchen auf Google – und finden nichts.
Die Frage, ob ein Verein eine eigene Webseite braucht, hat keine pauschale Antwort. Aber es gibt klare Kriterien.
Facebook-Seite oder eigene Webseite – was braucht ein Verein wirklich?
Facebook-Seiten sind schnell eingerichtet, kostenlos und für viele Vereine der erste Schritt ins Netz. Sie funktionieren gut für:
- Aktuelle Ankündigungen und Bilder
- Kommunikation mit bestehenden Mitgliedern
- Veranstaltungshinweise
Was Facebook-Seiten nicht leisten:
- Sie erscheinen in der Google-Suche weniger zuverlässig als eigene Webseiten
- Sie können nicht unabhängig gestaltet werden (Layout, Farben, Struktur)
- Die Datenkontrolle liegt bei Meta, nicht beim Verein
- Für Datenschutz und Impressum gibt es zusätzliche Anforderungen (dazu unten mehr)
- Eine Facebook-Seite kann durch Algorithmus-Änderungen plötzlich an Reichweite verlieren
Wenn Ihr Verein aktiv Neumitglieder sucht oder Kurse, Anlässe und Dienstleistungen anbietet, ist eine eigene Webseite deutlich leistungsfähiger.
Was spricht für eine eigene Webseite?
Auffindbarkeit: Wer «Wanderverein Spiez» oder «Chor Thun» googelt, findet eine eigene Webseite wesentlich verlässlicher als eine Facebook-Seite.
Kontrolle: Sie bestimmen Inhalt, Gestaltung und Struktur vollständig selbst. Kein Algorithmus entscheidet, ob Ihr Beitrag angezeigt wird.
Seriosität: Eine eigene Webseite mit eigener Domain wirkt professioneller – besonders bei der Suche nach Sponsoren, Kooperationspartnern oder Behördenkontakten.
Langfristigkeit: Eine Webseite bleibt stabil, auch wenn soziale Medien an Popularität verlieren. Ihre Inhalte gehören Ihnen.
Mitgliederbereich (optional): Mit WordPress können Vereins-Dokumente, Protokolle und interne Infos hinter einem Passwort-Bereich zugänglich gemacht werden.
Online-Zahlungen: Mitgliederbeiträge oder Kurs-Anmeldungen über ein Formular abwickeln – das ist mit einer eigenen Webseite möglich.
Welche Pflichten hat ein Verein im Netz?
Schweizer Vereine sind auch im Internet an Recht und Datenschutz gebunden. Drei Punkte, die relevant sind:
Impressumspflicht: Gemäss dem Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) müssen Webseiten die Identität des Betreibers klar ausweisen. Für Vereine bedeutet das: Vereinsname, Adresse, Kontaktmöglichkeit. Wer keines hat, riskiert Abmahnungen.
Datenschutz (nDSG): Das neue Schweizer Datenschutzgesetz (nDSG) gilt auch für Vereine. Wenn Ihre Webseite Kontaktformulare, Newsletter oder Analyse-Tools einsetzt, braucht sie eine Datenschutzerklärung. Diese muss erklären, welche Daten erhoben werden, zu welchem Zweck und von wem.
Cookies und Tracking: Wer Google Analytics oder ähnliche Dienste nutzt, muss das transparent kommunizieren – auch als Verein.
Eine sauber aufgebaute Webseite bringt diese Pflicht-Elemente von Anfang an mit. Bei EIL-Webschmid sind nDSG-konformes Impressum und Datenschutzerklärung im Vereins-Paket enthalten.
Was kostet eine Webseite für Vereine?
Das Vereins-Paket bei EIL-Webschmid kostet aktuell CHF 900 (Lancierungs-Aktion bis 31.12.2026, Normalpreis CHF 1’200). Das beinhaltet:
- Bis zu fünf Seiten
- Kontaktformular mit Datenschutz
- Impressum und Datenschutzerklärung als Vorlage
- Hosting bei Infomaniak (Schweizer Datenstandort) im ersten Jahr
- Responsive Design (Handy, Tablet, Desktop)
- 30 Tage Nachbetreuung
Das entspricht einem mittleren Vereinsmitgliedsbeitrag pro Jahr – mit dem Unterschied, dass die Webseite als Einmalleistung erstellt wird. Hosting und Domain kosten anschliessend rund CHF 100–150 pro Jahr.
Wann reicht auch eine einfachere Lösung?
Für sehr kleine Vereine ohne aktive Mitgliedersuche kann eine einfache Präsenz ausreichen. Ein paar Überlegungen:
- Wenn der Verein rein intern kommuniziert und keine Neumitglieder braucht, ist eine Webseite nicht zwingend.
- Wenn das Budget eng ist, kann zunächst eine einzelne Seite mit den wichtigsten Infos genügen – die später ausgebaut wird.
- Wenn der Verein bereits eine stark genutzte Facebook-Seite hat und diese funktioniert, ist ein vollständiger Umstieg kein Muss – eine ergänzende Webseite ist aber empfehlenswert.
Die Frage ist letztlich: Wie soll Ihr Verein im Netz gefunden werden, und von wem?
Weiterführend:
Für konkrete Fragen zu Ihrem Vereinsprojekt: kontakt@eil-webschmid.ch

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