Eine Webseite ist kein Dokument, das man einmal erstellt und dann vergisst. Öffnungszeiten ändern sich, Dienstleistungen kommen dazu, Bilder werden ausgetauscht. Wer seine Webseite regelmässig aktuell hält, hat einen echten Vorteil gegenüber der Konkurrenz – für Besucher und für Suchmaschinen.
WordPress ist das weltweit meistgenutzte Content-Management-System. Ein grosser Teil seiner Beliebtheit liegt darin, dass auch Menschen ohne Programmierkenntnisse damit arbeiten können. Dennoch gibt es Bereiche, in die man besser nicht eingreift, ohne zu wissen, was man tut.
WordPress ist kein Hexenwerk – wenn man weiss, was man anfassen darf
WordPress unterscheidet zwei Bereiche: das Frontend (das, was Besucher sehen) und das Backend (das, was Sie als Betreiber bearbeiten). Zum Backend gelangen Sie über `ihredomain.ch/wp-admin`.
Im Backend gibt es:
- Inhalte: Seiten, Beiträge, Medien
- Design: Theme, Customizer (besser nicht anfassen, wenn kein klares Verständnis vorhanden)
- Einstellungen und Plugins: Systemkonfiguration (nur für Fachleute)
Für die regelmässige Pflege beschränken Sie sich am besten auf den Inhaltsbereich. Dort passiert die eigentliche Arbeit: Texte aktualisieren, Bilder ergänzen, neue Beiträge veröffentlichen.
Der Block-Editor: Texte, Bilder und Abschnitte bearbeiten
Seit einigen Jahren nutzt WordPress den sogenannten Block-Editor (auch «Gutenberg» genannt). Jeder Inhalt – ein Absatz, ein Bild, eine Überschrift – ist ein eigenständiger Block.
So funktioniert es:
- Öffnen Sie eine Seite oder einen Beitrag im Backend
- Klicken Sie auf einen Textblock — der Text wird editierbar
- Mit dem «+»-Symbol fügen Sie neue Blöcke hinzu (Text, Bild, Überschrift, Tabelle, etc.)
- Blöcke können per Drag-and-Drop verschoben werden
Das klingt einfacher als es manchmal in der Praxis ist – besonders wenn das Theme eigene Block-Patterns oder Vorlagen verwendet. Wichtig: Wenn Sie unsicher sind, ob eine Änderung das Layout zerstört, testen Sie zuerst in einer Vorschau («Preview»).
Häufige Aufgaben:
- Text anpassen: Einen Textblock anklicken, direkt bearbeiten, speichern
- Bild ersetzen: Bildblock anklicken, «Ersetzen» wählen, neues Bild hochladen
- Neue Seite anlegen: Unter «Seiten» → «Erstellen», Titel und Inhalt eintragen
Seiten und Beiträge aktuell halten
Der Unterschied zwischen Seiten und Beiträgen ist grundlegend:
Seiten sind statische Inhalte: Startseite, Leistungen, Kontakt, Über uns. Sie verändern sich selten.
Beiträge sind zeitgebundene Inhalte: Neuigkeiten, Blogartikel, Ankündigungen. Sie erscheinen in der Wissens- oder Blog-Übersicht.
Für die laufende Pflege empfiehlt es sich:
- Kontaktdaten und Öffnungszeiten jährlich prüfen
- Bei Angeboten oder Dienstleistungen Änderungen zeitnah eintragen
- Neue Beiträge wenn möglich nach einem festen Rhythmus publizieren (z. B. einmal pro Monat)
Tipp für Medien: Bilder vor dem Upload verkleinern – grosse Bilddateien verlangsamen die Ladezeit. Eine Bildbreite von 1200–1800 Pixeln reicht für die meisten Webseiten-Darstellungen aus.
Was Sie lieber nicht anfassen sollten
WordPress bietet viele Möglichkeiten, die im Alltag nicht benötigt werden. Einige davon können bei unkritischer Verwendung ernsthafte Probleme verursachen:
Theme-Code und CSS bearbeiten: Das Theme-Customizer-Feld «Zusätzliches CSS» und der Theme-Editor (falls aktiv) lassen sich direkt bearbeiten. Eine falsche Eingabe kann das Layout der gesamten Webseite kaputt machen. Bitte nur anfassen, wenn Sie genau wissen, was Sie tun.
Plugins installieren oder deinstallieren: Jedes Plugin interagiert mit dem System. Eine unkontrollierte Erweiterung kann Sicherheitslücken öffnen oder Konflikte verursachen. Plugins sollten nur von vertrauenswürdigen Quellen und nur dann installiert werden, wenn ein klarer Bedarf besteht.
PHP-Dateien bearbeiten: Wenn Sie unter «Design» → «Theme-Editor» oder unter «Tools» → «Dateimanager» PHP-Dateien öffnen: bitte nicht bearbeiten. Selbst ein einzelnes fehlendes Semikolon kann die Webseite unzugänglich machen.
Datenbank-Einstellungen: Alles, was mit MySQL oder dem direkten Datenbankzugriff zu tun hat, ist Fachbereich.
Wann lohnt sich ein Care-Paket?
Viele KMU-Inhaber möchten ihre Webseite grundsätzlich selbst pflegen, aber sicher sein, dass jemand die technische Seite im Blick hat: WordPress-Updates, Sicherheits-Backups, Verfügbarkeitsüberwachung.
Dafür gibt es bei EIL-Webschmid ein Care-Paket. Es beinhaltet unter anderem:
- Regelmässige WordPress-Updates (Core, Theme, Plugins)
- Automatische Backups
- Sicherheitsmonitoring
So können Sie den Inhaltsbereich selbst pflegen – mit dem Wissen, dass die technische Grundlage stabil bleibt.
Weiterführend:
Fragen zur Pflege Ihrer Webseite? kontakt@eil-webschmid.ch

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